David Garedschi im Jahr 1993

Zugegeben, auch wir haben weitaus brilliantere Fotos aus David Garedschi und dem Höhlenkloster Udabno in unserem Archiv als die folgenden Digital-Scans von alten Dias. Aber für ERKA-Reisen haben diese Fotos historischen Wert. Sie zeigen die erste Reisegruppe

aus Deutschland, die wir im Jahr 1993 durch Georgien führten, ganz sicher eine der ersten Reisegruppen, die nach dem Zusammenbruch der UdSSR dieses einmalige kulturhistorische Kleinod im Grenzgebiet von Georgien und Aserbaidschan besichtigen konnten. Zu sehen ist auch Maia Tataradse, die Germanistin der 6. Schule und erste Reiseleiterin von ERKA-Reisen.

Zur Vorgeschichte: Bei seinem zweiten Georgien-Besuch im Sommer 1990 führten die Lehrer des 6. Gymnasiums als Gastgeber den deutschen Journalisten Rainer Kaufmann erstmals nach David Garedschi und zum Höhlenkloster Udabno. Und bei diesem Besuch in der Garedschi-Steppe reifte der Entschluss, zusammen mit den Deutsch-Lehrern dieser Schule deutsche Bildungsreisende durch Georgien und vor allem auch an diesen Platz zu führen. Drei Jahre später war es dann soweit.

Und seither wanderte ERKA-Reisen in jedem Jahr mehrfach mit Reisegruppen aus Deutschland auf den Berg Udabno (878 m), um die einmalige Höhlenanlage mit ihren faszinierenden mittelalterlichen Fresken zu zeigen. Mehr als 100 mal war auch ERKA-Reisen-Chef Rainer Kaufmann mit dabei, immer durchaus freundlich begrüßt von georgischen und aserbaidschanischen Grenzsoldaten, die sich dort oben meist Zigaretten rauchend gegenüber standen. Denn obwohl sich die beiden Länder in den letzten 30 Jahren niemals einigen konnten, auf welcher Seite der Grenze das Felsband mit den Klosterhöhlen nun liegt, in Georgien oder in Aserbaidschan, gab es für Georgier und ihre Besucher so gut wie kein Problem das Kloster zu besuchen. Erst seit die georgische Staatspräsidentin im vergangenen Frühjahr mit einer mehr als nur tolpatschigen Aktion versuchte, das Kloster-Areal für Georgien zu beanspruchen, haben die Aserbaidschaner das, was sie für ihre Grenze halten, geschlossen. Und seither ist dieser Höhepunkt einer jeden Rundreise durch Georgien leider versperrt. Ob man sich jemals wieder auf eine einvernehmliche Regelung einigen kann und das Höhlenkloster wenigstens wieder für Touristen öffnet? Wer weiß. Trotzdem hier die historische Fotostrecke von ERKA-Reisen aus dem Jahr 1993.

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