Wilde Pässe

Eine der schönsten Touren, die ERKA-Reisen-Chef Rainer Kaufmann in 30 Jahren Kaukasus absolviert hat, war die Wilde-Pässe-Reise im Jahr 2012 mit zwei Gästen aus Deutschland. Die folgende Foto-Reportage gibt nur einen kleinen Eindruck von der Vielfalt der landschaftlichen und kulturellen Eindrücke, von denen einige heute nicht mehr erlebt werden können. Die Modernisierung der Infrastruktur und der ungehemmte Ausbau des Tourismus verlangen hie und da auch einen hohen Preis.


Der Abano-Pass, die höchste offene Passtraße in Georgien führt über 2.916 m von Kachetien in Ostgeorgien nach Tuschetien.

 
Eine Notunterkunft bei den Abano-Bädern:
 
Ganz im Westen zwischen Achalziche und Batumi führt der Goderzi-Pass (2.015 m) in die Schwarzmeer-Region Adscharien.


Weidewirtschaft auf dem Goderzi-Pass.
Darunter ein Supermarkt auf der Passhöhe und ein Straßenkiosk in Richtung Batumi. Der Kiosk musste mittlerweile einer Straßen-Erweiterung im Zusammenhang mit einem neuen Skilift weichen.
 
Die folgenden Fotos sind nur dem Zufall zu verdanken, dass zwei religiöse Zeremonien am selben Tag stattfanden. Die orthodoxe Weihe des kleinen Restaurants „Edelweiß“ auf dem Goderzi-Pass und die Eröffnung eines muslimischen Gebetshauses ein paar Hundert Meter entfernt. Die Adscharen, die im Sommer mit ihrem Vieh auf die saftigen Weiden des Goderzi-Passes hoch wandern, sind in der Mehrheit Muslime.
 
 

Zweimal Rast im Kaukasus. Das erste Foto zeigt eine Einladung an die kleine Reisegruppe am Burnaseti-Pass (2.100 m) zwischen Tsalka und dem Tabazkuri-See. LKW-Fahrer, die Vieh in die Weideflächen des Kleinen Kaukasus brachten, haben die Gäste zu einem Brunch eingeladen, dem sie sich, der Tradition der georgischen Gastfreundschaft geschuldet, nicht widersetzen durften. Das andere Bild zeigt eine kurze Rast auch dem Chachmati-Pass (2.676 m), der vo, Schinvali-Stausee nach Schatili führt, der Grenzregion zu Tschetschenien.

 
Die folgenden Fotos zeigen das Wehrdorf Schatili und die Argun-Schlucht kurz vor der Grenze zu Tschetschenien.
 
Zwei Fotos vom Kreuzpass, der am meisten befahrenen Straße im Großen Kaukasus. Die Travertinen – eisenhaltige Kalk-Versinterungen – mussten mittlerweile zu Teil der Sanierung eines Lawinenschutz-Tunnels weichen. Das Foto vom Kezbek ist ein Pflicht-Motiv einer jeden Kaukasus-Reise.

Die Fotorstrecke endet in Swanetien mit zwei Bildern von der Enguri-Schlucht.
Zum Abschied dann das Abendessen in einem Gästehaus in Uschguli und der Eindruck vom Zagar-Pass (2.623 m), der Inner- und Außer-Swanetien miteinander verbindet.
 
Unser größter Wunsch für das Jahr 2021 ist, diese Tour mit vielen Reisenden wiederholen zu können, die die Anstrengungen einer solchen Fahrt auf sich nehmen, dafür aber den Kaukasus an der einen oder anderen Stelle noch ziemlich unverfremdet erfahren können. Lange wird das nicht mehr der Fall sein, denn – wie bereits gesagt – der Tourismus oder das, was manche darunter verstehen, fordert gelegentlich einen hohen Preis. Wer die letzten 30 Jahre überwiegend in diesem Geschäft im Kaukasus verbracht hat, ist sich dieser Problematik durchaus bewusst…

 

 

 

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