Zwölftägige Spezial-Studienreise

Friedhöfe erzählen überall auf der Welt viel von der Alltagskultur der Menschen. Das ist in Georgien nicht anders. Das Besondere allerdings: In kaum einem anderen Land dieser Größe findet man im Vorüberfahren so viele unterschiedliche Friedhofsformen und –kulturen wie hier. Von vorchristlichen Dolmengräberfeldern über mittelalterliche Steinmonumente und alte Jugendstil-Friedhöfe zu Skulpturen sowjetischer Sepulkralkultur und großbürgerlichen Gräbern der Neuzeit. Besonders auffallend: Nahezu jedes Grab hat einen Tisch und Sitzbänke, teilweise stehen Weinflaschen und Speisreste auf den Gräbern. Die Tradition, die Toten an ihrem Sterbetag und an Ostern mit einem Familien-Picknick auf ihrem Grab und das mit Freunden und Verwandten zu ehren, ist in Georgien noch ungebrochen. Diese Spezialstudienreise – je nach zeitlichem Ablauf und Interesse auch kombinierbar mit der Reise Musemslandschaft Georgien – führt zu einer ganzen Reihe einmaliger Friedhöfe mit eindrucksvollen Grabmonumenten aus vielen Jahrhunderten.

Die Pilotreise wird vom deutschen Kaukasus-Spezialisten Rainer Kaufmann (Herausgeber der deutsch-sprachigen Monatszeitung „Kaukasische Post“) geführt, der all diese Friedhöfe mehrfach besucht hat. Soweit möglich werden bei den einzelnen Friedhöfen kulturhistorische Experten dazugezogen.

 

 

 

 

 

 


Programm

Tag 1: Frühmorgens Ankunft auf dem Flughafen Tbilissi. Transfer zum Hotel. Am Nachmittag Altstadtrundgang. Am Abend laden wir nach der Filmvorführung über Georgien zu einer georgischen Tafel, Supra genannt, ein, verbunden mit einer Weinprobe. Übernachtung in Tbilissi.

Tag 2: Friedhöfe in der Hauptstadt, darunter der Kukia-Friedhof, ein Jugendstil-Friedhof mit multikultureller Belegung. Neben Georgiern und Russen sind hier vor allem viele Armenier begraben, die im 18. und 19. Jahrhundert die großbürgerliche Gesellschaft der georgischen Hauptstadt prägten. Weitere Friedhöfe in verschiedenen Stadtteilen stehen auf dem Programm. Abendessen und Übernachtung in Tbilissi.

Tag 3: Ein weiterer Tag in der georgischen Hauptstadt. Besucht werden der Vake-Friedhof und der Friedhof in Saburtalo, beides Friedhöfe mit großbürgerlichen Grabmälern der letzten beiden Jahrhunderte. Dazu auch ein jüdischer Friedhof und das Pantheon mit Ehrengräbern großer Kulturschaffender Georgiens vom 18. bis 20. Jahrhundert. Abendessen und Übernachtung in Tbilissi.

Tag 4: Ausflug in die historische Hauptstadt Mzcheta mit Besichtigung der Dschwari-Kirche und der Kathedrale Sweti Zchoveli. In der Umgebung findet man verschiedene Felder mit Dolmengräbern von der Bronzezeit bis zum Mittelalter. Abendessen unterwegs, Übernachtung in Tbilissi.

Tag 5: Fahrt am Schinvali-Stausee vorbei in die Hochgebirgsregion Chewsureti. Im Dorf Chargali Besuch des eindrucksvollen Museums für den georgischen Nationalschriftsteller Wascha Pschawela, ein Museum, das seine Herkunft aus der Sowjetzeit nicht verleugnen kann. Besuch eines Bergfriedhofs im Dorf Gudani. Fahrt über den Datvisdschwari-Pass (2.676 m) nach Schatili, einem Wehrdorf an der georgisch-tschetschenischen Grenze. Abendessen und Übernachtung in einem einfachen Gästehaus in Schatili.

   

 

 

 

 

 

 

Tag 6: Fahrt in die Dörfer Mutso und Ardoti mit Besichtigung uralter Friedhöfe mit einzigartigen Stein-Monumenten als Gräber. Dazu mittelalterliche Sterbehäuser für alte und kranke Menschen. Fahrt zurück zum Schinvali-Stausee und von da über den Kreuzpass (2.379) nach Stepanzminda. Abendessen und Übernachtung in Stepanzminda.

Tag 7: Tagesausflug in die Dörfer Djuta und Sdo, natürlich mit Besuchen mehrerer Hochgebirgs-Friedhöfe. Danach Wanderung zur Wallfahrtskirche Gergeti, die eindrucksvoll auf einem Felsplateau vor einem der schönsten Berge des Kaukasus liegt, dem Kazbek (5.047 m). Abendessen und Übernachtung in Stepanzminda.

Tag 8: Ein Transfertag nach Westgeorgien. Unterwegs Besichtigungen und Stopps nach Absprache. Interessant vor allem das Stalin-Museum in Gori oder die Felsenstadt Uplisziche. Besuch des Klosters Gelati mit zwei schönen Friedhöfen. Abendessen und Übernachtung in Kutaissi.

Tag 9: Tagesausflug in die Kolchis. In der Nähe der Stadt Sugdidi wartet ein ganz besonderer Friedhof mit protzigen Familien-Grabmälern, die teilweise kleinen Kathedralen gleichen. Eine ganz besondere Friedhofskultur, die es nur in der Provinz Mingrelien gibt. Abendessen und Übernachtung in Kutaissi.

Tag 10: Besuch des Sapichkhia-Friedhofs in Kutaissi. Danach Fahrt über den Rikoti-Pass nach Tbilissi. Unterwegs verschiedene Stopps und Kurzbesichtigungen von Klöstern und kleinen Dorffriedhöfen. In Mukhrani Besichtigung von Ausgrabungen einer römischen Villen-Siedlung mit Badeanlage. Dazu Besuch im Weingut Chateau Mukhrani mit Weinprobe und Abendessen. Übernachtung in Tbilissi.

Tag 11:  Tagesausflug zum Dorf Achalsopeli in Zentralgeorgien bei Madneuli. Auf mehreren Friedhöfen sehen wir Grabsteine, die fast schon satirische Abbildungen der Verstorbenen zeigen. Und uralte Grabplatten mit sonderbarer Symbolik. Am Abend laden wir zu einem großen Abschieds-Buffet der „Neuen Georgischen Küche“ ein. Übernachtung in Tbilissi.

   

 

 

 

 

 

 

Tag 12: Frühmorgens Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.

siehe auch Foto-Galerien: Kukia-Friedhof und Totengedenken in Uschguli

Unsere Leistungen:

Alle Transfers in einem 4×4-Minibus. Übernachtungen in DZ/Dusche/WC (in Schatili: Etagen-Dusche/Toilette). Vollpension ohne alk. Getränke, Mittagessen teilweise als Picknick. Ortskundiger Fahrer/Guide (engl./dt.)

 

Preise pro Person:

Gruppengröße 2 Personen: 1.850 €
Gruppengröße 3 Personen: 1.450 €
Gruppengröße 4 Personen: 1.350 €
Gruppengröße 5 Personen: 1.250 €
Einzelzimmer-Zuschlag: 180 €

Individuelle Termine und Preise für andere Gruppengrößen auf Anfrage.

 

Buchung:

ERKA-Reisen GmbH
Robert-Stolz-Straße 21 – 76646 Bruchsal – Tel: 07257/930390
Email: service@erkareisen.de

 

Veranstalter: Ltd. ERKA-Travel-Caucasus/Tbilissi