Zwölftägige Spezial-Studienreise für Gruppen bis zu 5 Personen

Georgien hat in den letzten zwei Jahrzehnten gewaltig aufgerüstet, was seine Museums-Landschaft angeht. In einigen Städten gibt es neu konzipierte und total renovierte Museen, die jedem Vergleich mit Spitzen-Museen der Welt standhalten. Zum Beispiel im swanetischen Mestia, in Bolnissi oder Vani, aber auch in Tbilissi. Die neue Museums-Konzeption der Hauptstadt wurde in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Preussischer Kulturbesitz erarbeitet. Daneben locken auch Museen, die den Charme der Sowjetzeit nicht verleugnen können und schon von daher mehr als nur sehenswert sind, allen voran das Stalin-Museum in Gori. Ein Muss auf jeder Georgienreise, nicht um dem schlimmen Diktator irgendeine Referenz zu erweisen. Nein, das Museum selbst ist das Museum, seit seiner Eröffnung im Jahr 1957 unverändert, eine besonders eindrucksvolle Lektion in Sachen Zeitgeschichte.

Diese Spezialreise durch die Museumslandschaft Georgiens präsentiert die wichtigsten Museen des Landes, aber auch die eine oder andere Sehenswürdigkeit, wie sie so heute kaum noch irgendwo zu sehen ist. Bei Bedarf kann die Reise auch um einige Tage verlängert oder verkürzt oder mit der Spezialreise über die Friedhofskultur in Georgien kombiniert werden. In allen Museen ist eine fachkundige Führung (dt./engl.) eingeplant.

Die Pilotreise vom 5. – 16. Juni wird vom deutschen Kaukasus-Spezialisten Rainer Kaufmann (Herausgeber der deutsch-sprachigen Monatszeitung „Kaukasische Post“) geführt, der jetzt seit 30 Jahren die Entwicklung der Museen in Georgien intensiv verfolgt und journalistisch begleitet hat.

Programm

Tag 1:
Frühmorgens Ankunft auf dem Flughafen Tbilissi. Transfer zum Hotel. Am Nachmittag Altstadtrundgang. Am Abend laden wir nach einer Filmvorführung über Georgien zu einer georgischen Tafel, Supra genannt, ein, verbunden mit einer Weinprobe. Übernachtung in Tbilissi.

Tag 2:
Museen in der Hauptstadt, vor allem das Nationalmuseum mit der Schatzkammer mit Goldfunden aus der Kolchiszeit und mehreren Spezialschauen. Mit kritischer Distanz sollte das so genannte „Okkupationsmuseum“ besichtigt werden, ein mehr als nur zweifelhafter Versuch, das Erbe des Sowjet-Terrors aufzuarbeiten. Wenn die Zeit reicht, kann das neue Kunstmuseum in der direkten Nachbarschaft besichtigt werden. Oder die beiden Vitrinen vom Tiger und Löwen im Haus der Schriftsteller, die ein besonders schreckliches Kapitel aus der Stalinzeit dokumentieren. Am Abend ist ein Treffen mit einem Vertreter des Nationalmuseums in Tbilissi angefragt. Abendessen und Übernachtung in Tbilissi.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 3:
Tagesausflug über die historische Hauptstadt Mzcheta mit Besichtigung der Dschwari-Kirche und der Kathedrale Sweti Zchoveli. Weiterfahrt zum Schinvali-Stausee, von dort zum Dorf Chargali. Besuch des eindrucksvollen Museums für den georgischen Nationalschriftsteller Wascha Pschawela, das seine Herkunft aus der Sowjetzeit nicht verleugnen kann. Abendessen unterwegs, Übernachtung in Tbilissi.

 

 

 

 

 

 

 

Tag 4:
Tagesausflug nach Bolnissi, einer vor 200 Jahren von schwäbischen Siedlern gegründeten Stadt. Stadtrundgang und Besuch des Regionalmuseums Bolnissi, das erst im vergangenen Jahr eröffnet wurde. Danach kann die frühzeitliche Grabungsstätte Dmanissi besucht werden oder das frühere deutsche Dorf Asureti oder die Reste der vorchristlichen Siedlung Samschwilde. Abendessen und Übernachtung in Tbilissi.

 

 

 

 

 

 

 

Tag 5:
Am Vormittag Besichtigung des Stalin-Museums in Gori, danach der Höhlenstadt Uplisziche, ebenfalls mit einem kleinen Museum. Weiterfahrt über das Kloster Gelati (UNESCO-Weltkulturerbe) nach Kutaissi. Abendessen und Übernachtung in Kutaissi.

 

 

 

 

 

 

 

Tag 6:
Am Morgen Besichtigung des neu renovierten archäologischen Museums in Vani, vermutlich die frühere Kolchis-Hauptstadt Kutaia. Viele der Goldfunde in der Schatzkammer des Nationalmuseums stammen von hier. Im Mittelpunkt des Museums: ein römischer Bronze-Jüngling (Foto unten vor der Sanierung des Museums aus den 1990er Jahren). Nach einem Rundgang durch das Grabungsgelände Weiterfahrt über den Zekaris-Pass (2.182 m) nach Achalziche. Abendessen und Übernachtung in Achalziche.

 

 

 

 

 

 

 

Tag 7:
Besuch der Burg Rabati, die vor etwa einem Jahrzehnt völlig neu renoviert wurde, mit einem durchaus zweifelhaften Ergebnis. Sehenswert auf alle Fälle: das Regionalmuseum Achalziche. Weiterfahrt über den Goderzi-Pass (2.025 m) zur Hafenstadt Batumi. Abendessen und Übernachtung in Batumi.

 

 

 

 

 

 

 

Tag 8:
Besuch des Khariton Akhvlediani Adjara Staats Museums, das in seinem älteren Teil wiederum einen nahezu unwiderstehlichen Alt-Sowjet-Charme nicht verbergen kann. Dazu das Technikmuseum, das den Gebrüdern Nobel gewidmet ist. Am Nachmittag Fahrt in die Hochgebirgsprovinz Swanetien. Abendessen und Übernachtung in Mestia.

 

 

 

 

 

 

 

Tag 9:
Besichtigung des Ethnographischen Museums in Mestia, eines der wichtigsten Museen des Landes mit einer faszinierenden Sammlung an Ikonen und anderen Sakralgegenständen samt einer ethnografischen und vorgeschichtlichen Abteilung. Am Nachmittag Fahrt durch die Enguri-Schlucht nach Uschguli. Ortsrundgang mit Besichtigung des lokalen Museums. Abendessen und Übernachtung in einem Familiengästehaus im Weiler Iprali.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 10:
An diesem Tag haben auch in Georgien die Museen geschlossen. Auf der Rückfahrt besichtigen wir eine Reihe kleiner Dorfkirchen, die allesamt mit mittelalterlichen Fresken und Ikonen aus dem 10. und 11. Jahrhundert ausgestattet sind. Museale Kleinode, wie sie selten in einer Landschaft zu finden sind. Abendessen und Übernachtung (angefragt) im Dorf Skadouaschi im Gästehaus „Chateau Scadouache“, wo eine ganz besondere Überraschung wartet, ein kleines Privat-Museum der besonderen Art.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 11:
Rückreise nach Tbilissi mit verschiedenen Stopps und Kurzbesichtigungen. Am Abend laden wir zu einem großen Abschieds-Buffet der „Neuen Georgischen Küche“ ein. Übernachtung in Tbilissi.

Tag 12:
Frühmorgens Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.

Unsere Leistungen:

Alle Transfers in einem 4×4-Minibus. Übernachtungen in DZ/Dusche/WC (in Iprali Etagen-Dusche/Toilette). Vollpension ohne alk. Getränke, Mittagessen teilweise als Picknick. Ortskundiger Fahrer/Guide. Fachführungen in den Museen (engl./dt.). Vor der Reise erhalten Sie ein Buch „Georgien – Begegnungen in zwei Jahrzehnten“ von Rainer Kaufmann.

 

Preise pro Person:

Gruppengröße 2 Personen: 1.980 €
Gruppengröße 3 Personen: 1.680 €
Gruppengröße 4 Personen: 1.540 €
Gruppengröße 5 Personen: 1.380 €
Einzelzimmer-Zuschlag: 200 €

 

Individuelle Termine  und Preise für größere Gruppen auf Anfrage.
Mehr Informationen mit vielen Fotos auf www.erkareisen.de

Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Einreise-Vorschriften Georgiens auf www.erkareisen.de.

 

 

Buchung:

ERKA-Reisen GmbH
Robert-Stolz-Straße 21 – 76646 Bruchsal – Tel: 07257/930390
Email: service@erkareisen.de

 

Veranstalter: Ltd. ERKA-Travel-Caucasus/Tbilissi