Zwölftägige Spezial-Studienreise      Pilotreise 8.07. – 19.07.2022

Friedhöfe erzählen überall auf der Welt viel von der Alltagskultur der Menschen und der Geschichte des Landes, auch in Georgien. Allerdings: In kaum einem Land dieser Größe findet man im Vorbeifahren so viele unterschiedliche Friedhofsformen und –kulturen wie hier. Von vorchristlichen Dolmengräbern über mittelalterliche Steinmonumente und alte Jugendstil-Friedhöfe zu sowjetischen Nomenklatur-Gräbern. Besonders auffallend: Nahezu jedes Grab hat einen Tisch und Bänke. Die Tradition, die Toten an ihrem Sterbetag und vor allem an Ostern mit einem Familien-Picknick auf ihrem Grab zu ehren, ist in Georgien noch ungebrochen. Diese Spezialstudienreise führt zu Friedhöfen mit eindrucksvollen Grabmonumenten aus vielen Jahrhunderten. Sie ist ideal vor allem zu Corona-Zeiten, sie findet im Freien statt und meidet größere Menschenansammlungen. Die Pilotreise wird vom deutschen Kaukasus-Spezialisten Rainer Kaufmann geführt. Er ist seit 30 Jahren in Georgien als Journalist und Reiseunternehmer engagiert. Bei einzelnen Friedhöfen werden kulturhistorische Experten dazu gezogen. Umfangreiche Foto-Dokumentation zu dieser Reise auf: www.georgien-erleben.de

Programm
1. Tag Anreise

2. Tag: Nationalmuseum
Frühmorgens Ankunft auf dem Flughafen Tbilissi. Transfer zum Hotel. Am Nachmittag Stadtrundgang mit Besuch des Nationalmuseums. Am Abend laden wir nach einer Filmvorführung über Georgien zu einer großen georgischen Tafel ein, Supra genannt, verbunden mit einer Weinprobe. Übernachtung in Tbilissi.

3. Tag: Kukia-Friedhof und Pantheon
Der bedeutendste Friedhof von Georgien ist der Kukia-Friedhof,  ein faszinierender Jugendstil-Friedhof mit multi-ethnischer Belegung. Neben Georgiern und Russen sind hier vor allem viele Armenier begraben, die im 18. und 19. Jahrhundert die großbürgerliche Gesellschaft der  georgischen Hauptstadt prägten. Danach steht noch das Pantheon im Stadtteil Didube auf dem Programm, ein Ehrenfriedhof.  Abendessen und Übernachtung in Tbilissi.

4. Tag: Friedhöfe in Vake und Saburtalo
Ein weiterer Tag in der georgischen Hauptstadt. Besucht werden der Vake-Friedhof und der Friedhof im Stadtteil Saburtalo, beides Friedhöfe mit großbürgerlichen Grabmälern der letzten beiden Jahrhunderte. Dazu auch ein jüdischer Friedhof und das Pantheon am Mtazminda mit Ehrengräbern großer Kulturschaffender Georgiens vom 18. bis 20. Jahrhundert. Abendessen und Übernachtung in Tbilissi.

5. Tag: Friedhöfe in Bolnissi und Asureti
Tagesausflug in zwei Gemeinden in der Nähe von Tbilissi, die vor 200 Jahren von schwäbischen Aussiedlern gegründet wurden. In Asureti (Elisabethtal) gibt es noch eine ganze Reihe deutscher Gräber. Und nach einer Stadtbesichtigung in Bolnissi (Katharinenfeld) Besuch des georgischen Friedhofs der Stadt. Abendessen in einem ehemals deutschen Weinkeller in Bolnissi, Übernachtung in Tbilissi.

6. Tag: Mzcheta und Schatili
Ausflug in die historische Hauptstadt Mzcheta mit Besichtigung der Dschwari-Kirche und der Kathedrale Sweti Zchoveli. In der Umgebung findet man verschiedene Plätze mit Dolmengräbern von der Bronzezeit bis zum Mittelalter. Danach Fahrt am Schinvali-Stausee vorbei in die Hochgebirgsregion Chewsureti. Im Dorf Chargali Besuch des eindrucksvollen Museums für den georgischen Nationalschriftsteller Wascha Pschawela, ein Museum, das seinen Charme aus der Sowjetzeit nicht verleugnen kann. Besuch eines Bergfriedhofs im Dorf Gudani. Fahrt über den Datvisdschwari-Pass (2.676 m) nach Schatili, einem Wehrdorf an der georgisch-tschetschenischen Grenze. Abendessen und Übernachtung in einem einfachen Gästehaus in Schatili.

7. Tag: Stein-Monumente und Mittelalterliche Sterbehäuser
Fahrt in die Dörfer Mutso und Ardoti mit Besichtigung uralter Friedhöfe mit einzigartigen Stein-Monumenten als Gräber. Dazu mittelalterliche Sterbehäuser für alte und kranke Menschen. Rückfahrt in die georgische Hauptstadt. Abendessen und Übernachtung in Tbilissi.

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8. Tag: Familien-Kathedralen auf dem Friedhof von Sugdidi
Ein Transfertag nach Westgeorgien mit verschiedenen Stopps, u.a. Friedhof und Kirche von Ubissa am Rikoti-Pass. In der Nähe der westgeorgischen Stadt Sugdidi wartet ein ganz besonderer Friedhof mit protzigen Familien-Grabmälern, die teilweise kleinen Kathedralen gleichen. Eine ganz besondere Friedhofskultur, die es nur in der Provinz Mingrelien gibt. Abendessen und Übernachtung in Batumi.

9. Tag: Goderzi-Pass und Höhlenstadt Wardsia
Fahrt über Goderzi-Pass (2.025 m) mit Stopps an verschiedenen Friedhöfen und Grabstätten, die teilweise abseits der Straße  und direkt auf den Bauerhöfen und Wohnhäusern liegen. Evtl. Besichtigungen der Burg Rabati in Achalziche und der Höhlenstadt Wardsia. Abendessen und Übernachtung in einer großen Ferien-Anlage in der Nähe der Höhlenstadt Wardsia.

10. Tag: Grabsteine als Satire?
Auf dem Rückweg in die georgische Hauptstadt Besuch des Dorfes Achalsopeli bei Madneuli. Auf dem Friedhof befinden sich seltsame Grabsteine, die fast schon satirische Abbildungen der Verstorbenen zeigen, und uralte Grabplatten mit sonderbarer Symbolik. Dazu Besichtigung der Steinkreise von Tejisi. Abendessen und Übernachtung in Tbilissi.

11. Tag: Freier Tag in TbilissiEin Tag zum Ausruhen und zur freien Verfügung in der georgischen Hauptstadt. Am Abend laden wir zu einem großen Abschieds-Buffet der „Neuen Georgischen Küche“ ein.

12. Tag.: Rückreise
Frühmorgens Transfer zum Flughafen und Rückflug.

Unsere Leistungen: Transfers in einem 4×4-Minibus, max. 6 Personen. Übernachtungen in ***-Hotels DZ/Dusche/WC (in Schatili: mit Etagen-Dusche/Toilette). Vollpension ohne alk. Getränke, Mittagessen tw. als Picknick, Fahrer/Guide (engl./dt.)

Preise pro Person:
Gruppengröße 2 Personen: 2.240,– €
Gruppengröße 3 Personen: 1.680,– €
Gruppengröße 4 Personen: 1.450,– €
Gruppengröße 5 Personen: 1.280,– €
Gruppengröße 6 Personen: 1.180,– €
Einzelzimmer-Zuschlag: 180,– €, Zuschlag ****-Sterne-Hotel in Tbilissi: 240,– €.

Buchung: ERKA-Reisen GmbH, Robert-Stolz-Straße 21 – 76646 Bruchsal – Tel: 07257/930390

Email: service@erkareisen.de

Mehr Fotos von georgischen Friedhöfen auf: www.georgien-erleben.de