21.8. – 4.9.
Wilde Pässe: Pankisital und Tuschetien
Zwei abgeschiedene Gegenden im Großen Kaukasus, die nicht nur in Georgien ihresgleichen suchen. Die uralten Dörfer Tuschetiens sind nur über den 3.000 m hohen Abano-Pass zu erreichen, der das halbe Jahr unpassierbar ist. Deshalb wurden die Tuschen auch Anfang des letzten Jahrhunderts im Alasanital angesiedelt, Tuschetien war von da an im Winter unbewohnt. Rainer Kaufmann war 1994 erstmals in Tuschetien. Spannend ist auch das Pankisital, überwiegend von Kisten bewohnt, einem muslimischen Brudervolk der Tschetschenen. Im Jahr 2002 wurde das Tal kurzzeitig weltweit bekannt als Rückzugsort tschetschenischer Kämpfer. Rainer Kaufmann hat damals für das ZDF über diese Krise berichtet und kann spannende Hintergründe zu dieser Krise erzählen. Es bestehen auch noch Kontakte zu einem kistischen Frauenchor von damals. Einige der Damen sind heute noch aktiv und singen einmal pro Woche in einem Seitenraum der Moschee. Die Tour endet in Stepanzminda an der georgisch-russischen Grenze mit der traditionellen Marienwallfahrt Mariamoba, die Rainer Kaufmann noch zu Sowjetzeiten und zwar im Jahr 1990 erstmals besuchte.