Fester Termin: 17. Juli – 2. August 2026

In keiner Region des Kaukasus außer Swanetien haben sich an einigen wenigen Orten bis heute noch vorchristliche Opferrituale und christliche Wallfahrten wie selbstverständlich zu einer faszinierenden Einheit verbunden, wenngleich die Orthodoxie sich mit Erfolg bemüht hat, Schlacht- und Opfer-Rituale aus ihren Kirchen und Kirchhöfen zu verbannen. Es gibt fast nur noch das Wallfahrtsfest in Adischi, das diese Tradition bis heute zumindest einigermaßen bewahren konnte. Aber trotz der ordnenden Eingriffe des Patriarchats strahlen die religiösen Feiertage in Swanetien auch heute noch einen Charme aus, in dem sich die Rituale des Christentums irgendwie mit der Volksfrömmigkeit aus Jahrtausenden vertragen. Diese spezielle Wallfahrtsreise in Swanetien führt zu den großen Festen „Kwirikoba“ und „Litschanischi“. Selbstverständlich werden auch andere sehenswerte Orte dieser einmaligen Hochgebirgsregion im Nordwesten des Landes besucht. ERKA-Reisen ist seit 1993 in Swanetien präsent als Reiseveranstalter, aber auch als Produzent deutscher TV-Dokumentationen wie die Filme „Gletschergold“ aus der ZDF-Serie „Terra-X“ aus den Jahren 1993/94 oder „Georgien – von Null auf 5.000“ der SWR-Kultserie „Länder-Menschen-Abenteuer“ aus dem Jahr 2016.

Reiseverlauf

Freitag, 17. Juli 2026: Anreise individuell
Flughafentransfer zum Hotel, Übernachtung in Tbilissi.

Samstag, 18. Juli: Stadtrundgang Tbilissi
Stadtrundgang in Tbilissi mit einer Seilbahnfahrt auf die Nariqala-Festung und Spaziergang durch die Altstadt. Dabei werden vor allem viele Altstadt-Kostbarkeiten gezeigt, die bei normalen Stadtführungen kaum präsentiert werden, zum Beispiel diese herrliche großbürgerliche Villa aus der Zarenzeit. Sie steht in einem Hinterhof in der Stadtmitte. Am Abend wird der Film „Georgien von Null auf 5.000“ gezeigt. Abendessen und Übernachtung in Tbilissi.


Sonntag, 19. Juli: Schatzkammer im georgischen Nationalmuseum
Am Vormittag Besuch des Nationalmuseums, das mit Unterstützung der „Stiftung Preußischer Kulturbesitz“ vor Jahrzehnten bereits modernisiert wurde. Vor allem die Kolchis-Schatzkammer kann es mit vielen Museen der Welt aufnehmen. Umstritten ist die Dauerausstellung „Okkupationsmuseum“, die nach dem Verlust des 2008-Krieges um Südossetien erst eingerichtet wurde. Mittagessen in einem Chinkali-Spezialitäten-Restaurant. Nachmittags frei. Am Abend führt Sie der Tischführer – Tamada genannt – in die Tradition der georgischen Tafel „Supra“ ein mit einer Präsentation der wichtigsten georgischen Weinsorten. Übernachtung in Tbilissi.

Montag, 20. Juli: Tagesausflug nach David Garedschi
Fahrt über die Industriestadt Rustavi in die Steppenlandschaft von David Garedschi. Besuch des mittelalterlichen Höhlenklosters Lavra. Mittagessen in einer der coolsten Kneipen in Georgien, dem Restaurant „Oasis“ im Dorf Udabno. Dieses Retortendorf in der Steppe wurde Ende letzten Jahrhunderts erst erbaut, als nach einem schweren Lawinenunglück in Swanetien von dort ein ganzes Dorf evakuiert und umgesiedelt werden musste. So leben in Udabno bis heute überwiegend Swanen. Adishi, das Dorf in Swanetien, in das nur wenige Familien zurückgekehrt sind, wird auf dieser Reise später besucht. Abendessen und Übernachtung in Tbilissi.

Dienstag, 21. Juli: Über Mzcheta und Gori nach Kutaissi
Fahrt nach West-Georgien über die historische Hauptstadt Mzcheta mit Besichtigung der Dschwari-Kirche und der Kathedrale Sveti Zchoveli. Unterwegs sind weitere Besichtigungen möglich. Ein Pflicht-Besuch stellt das Stalin-Museum in Gori dar, das seit 1957 unverändert die damalige Propaganda-Ikone Stalin verherrlicht. Ein weltweit nahezu einzigartiges Museum. Mittagessen in Gori. Danach Fahrt über den Rikoti-Pass nach Kutaissi.. Abendessen und Übernachtung in Kutaissi.

Mittwoch, 22. Juli: Rund um Kutaissi
Nach einem Stadtrundgang mit dem Besuch des schönen Bauernmarktes von Kutaissi, der Kathedrale Bagrati und anderen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung gibt es ein Abendessen in einem der besten Restaurants Georgiens, dem „Palaty“. Übernachtung in Kutaissi.

Donnerstag, 23. Juli: Über Sugdidi und die Enguri-Schlucht nach Mestia
Über Sugdidi, wo ein kurzer Besuch auf einem der interessantesten Friedhöfe Georgiens wartet, geht die Fahrt mit verschiedenen Stopps am Enguri-Stausee vorbei nach Ober-swanetien. Abendessen und Übernachtung in Mestia im Hotel „Old Seti“, dessen Besitzer – Erekle und Nino Japaridse – vor mehr als 30 Jahren schon in ihrem Privathaus die ersten Gäste von ERKA-Reisen bewirteten. Mittlerweile führen sie in der Stadtmitte von Mestia eines der schönsten Hotels der Stadt. Nach der Vorführung des Films „Gletschergold“ aus dem Jahr 1993/94 Abendessen und Übernachtung in Mestia.

Freitag, 24. Juli: Mestia und Umgebung
Eine Erkundung der swanischen Provinzhauptstadt Mestia und Umgebung. Vor allem das Ethnografische Museum der Swanen, das vor Jahrzehnten mit Mitteln der Daimler-Benz-Stiftungen ausgebaut wurde, überzeugt mit einer außergewöhnlichen Sammlung an Ikonen, Münzen, kirchlichen Geräten und profanem Handwerkszeug, meist aus dem 10. – 12. Jahrhundert. Abendessen und Übernachtung in Mestia.

Samstag, 25. Juli: Uschguli, das höchst gelegene Dorf Georgiens
Fahrt über den Uiguri-Pass und das Tetnuldi-Plateau (ca. 3.000 m) nach Uschguli, dem höchsten besiedelten Bergdorf Georgiens. Unterwegs verschiedene Stopps vor allem bei kleinen Dorf-Kirchen, die alle Original-Ikonen und Fresken aus dem 10. und 11. Jahrhundert bieten. Zum Beispiel die Georgskirche im Dorf Ipari. Abendessen und Übernachtung in Uschguli.


Sonntag, 26. Juli: Rund um Uschguli
Dorfrundgang mit Besuch im privaten Museum des verstorbenen Kunstmalers Pridon Nischaradse aus Uschguli, dessen surrealistisches Schaffen man kaum in dieser Hochgebirgsregion verorten würde. Pridon wirkte schon im Film Gletschergold mit, damals als Leiter des Ikonen-Museums von Uschguli. Daneben im Dorfkino von Uschguli Vorführung des Films „Dede“, der sich auf dramatische und kritische Weise mit der überkommenen Tradition der swanischen Männergesellschaft auseinandersetzt. Neben ein paar wenigen Profi-Schauspielern haben viele Bewohner Uschgulis als Darsteller und Statisten mitgewirkt. Der Film wird ausschließlich in Uschguli und Mestia gezeigt. Abendessen und Übernachtung in Uschguli.

tag, 27. Juli: Auf den Latpari-Pass
Eine außergewöhnliche Fahrt führt zunächst auf den 2.830 m hohen Latpari-Pass mit einer atemberaubenden Rundum-Sicht auf Oberswanetien. Danach Fahrt zum kleinen Dorf Iprali. Dort gibt es eines der schönsten Gästehäuser Swanetiens, das „Familien-Hotel Ucha“. Ucha war ein Freund von ERKA-Reisen, das Gästehaus wird von Uchas Witwe und ihren fünf Töchtern mit großem Erfolg, aber auch sehr großem Engagement der ganzen Familie geführt. ERKA-Reisen ist seit Jahrzehnten Stammgast und hat die Entwicklung des Gasthauses von einem Bauernhof bis heute miterlebt.

Dienstag, 28. Juli: Kwirikoba-Wallfahrtsfest
In der bedeutensten swanischen Kirche „Lagurka“, die nur über einen beschwerlichen Aufstieg vom Dorf Kala im Engurital aus zu erreichen ist, findet das wichtigste Wallfahrtsfest der Region statt, das dem Heiligen Kwirike, dem Schutzpatron der Kirche, geweiht ist. Swanen aus allen Teilen Georgiens kommen an diesem Tag zurück in ihre Heimat. Das traditionelle Ochsen-Schlachtopfer, das vor Jahren noch im Innenhof der Kirchenanlage stattfinden durfte, wurde mittlerweile ins Dorf verlagert. Abendessen und Übernachtung in Iprali, einem Weiler auf knapp 2.000 m Höhe.

Mittwoch, 29. Juli: Wanderung bei Iprali, Fahrt nach Adischi
Nach einer schönen und meist bequemen Wanderung über den Weiler Khalde zum Tschkchutnieri-Pass (ca. 2.700 m) mit einer atemberaubenden Aussicht, gibt es am Nachmittag die Fahrt ins Dorf Adischi, in dem ein Tag später das nächste Wallfahrtsfest stattfindet. Übernachtung in einem einfachen Bauernhaus und zwar bei einem der Protagonisten des Films „Georgien von Null auf 5.000“, Tarzan Kaldani, bei dem ERKA-Reisen ebenfalls seit Jahrzehnten zu Gast ist. Adischi wurde vor Jahrzehnten von einer Lawinen-Katastrophe zerstört, deren Folgen bis heute noch zu sehen sind. Ein Großteil der früheren Bevölkerung samt deren Nachfahren lebt daher noch immer in der Garedschi-Steppe. Abendessen und Übernachtung in Adischi.


Donnerstag, 30. Juli: Litschanischi-Wallfahrtsfest
Die Litschanischi-Wallfahrt findet in einer kleinen Mutter-Gottes-Kapelle außerhalb des Dorfes statt, die über eine rund einstündige Wanderung bequem zu erreichen ist. Der Platz ist in Swanetien einmalig, es ist die einzige Tal-Lage, von der aus die drei heiligen Berge der Swanen – Ushba, Tetnuldi, Shkhara – zu sehen sind. Uralte Fundamente und Reste von Opfersteinen zeugen davon, dass sich hier schon zu vorchristlichen Zeiten eine Kultstätte befunden haben muss. Vom frühen Morgen an werden von den Dorfältesten Opferschafe in der kleinen Kirche gesegnet und dann neben der Kirche geschlachtet, wo die Familien des Dorfes dann ein großes Festmahl abhalten. Rückfahrt am frühen Nachmittag nach Mestia. Abendessen und Übernachtung in Mestia.

Freitag, 31. Juli: Rückfahrt nach Tbilissi
Die Rückfahrt nach Tbilissi dauert einen Tag, wobei unterwegs der eine oder andere Kurzstopp eingelegt wird. Unter anderem Besichtigung der herrlichen Kirche von Ubissa und einer Töpferwerkstatt in Makatubani, in der die großen Ton-Amphoren hergestellt werden, in denen bis heute nach einer Jahrtausende alten Technologie Weine vergoren werden, eine besondere kulturhistorische Leistung Georgiens. In vielen Bauernhäusern der Weinregionen finden sich solche im Boden vergrabenen Amphoren. Auch die großen Weingüter haben sich große Amphoren-Keller – Marani genannt – zugelegt. Der Töpfer vom Rikoti-Pass liefert seine Tongefäße auch nach Europa, zum Beispiel ins Elsass. Abendessen und Übernachtung in Tbilissi.

Samstag, 1. August: Freizeit in Tbilissi
Ein Tag zur freien Verfügung in der georgischen Hauptstadt. Am Abend gibt es dann das große Abschieds-Buffet der „Neuen Georgischen Küche“, deren Rezepte in der deutschsprachigen Monatszeitung aus dem Südkaukasus „Kaukasische Post“ erstmals veröffentlicht wurden, deren Herausgeber Kaukasus-Spezialist von ERKA-Reisen, Rainer Kaufmann für rund zehn Jahre war. Diese einmalige kulinarische Präsentation soll vor allem den Gästen aus dem Ausland aufzeigen, welche Anregungen sich die Köche der Welt aus den traditionellen Speisen Georgiens ableiten könnten. Übernachtung in Tbilissi.

Sonntag, 2. August: Rückreise
Flughafentransfer nach Bedarf, Rückflug individuell.

Unsere Leistungen:
alle Transfers von und bis Flughafen Tbilissi in bequemen Allrad-Kleinbussen mit jeweils maximal 6 Passagieren
deutsch-sprachige Reiseleitung, 16 Übernachtungen in DZ/Dusche/WC in ***/****-Gästehäusern/Hotels, in Swanetien tw. Etagentoilette; Vollpension ohne alk. Getränke, Mittagessen teilweise als Picknick, zwei Buffets mit Weinverkostungen.

Preis pro Person:
15 -Tage-Vollprogramm                                                          
Gruppengröße 5 – 6 Personen:              € 1.780,–         
Gruppengröße 3 – 4 Personen:              € 1.980,–         
Gruppengröße 1 – 2 Personen:             € 2.780,–         
 
Einzelzimmer-Zuschlag:                        €    280,–  

Preise basieren auf dem Wechselkurs GEL:€ vom Januar 2026. Bei starken Änderungen des Kurses kann eine Preiskorrektur erfolgen.

Individuelle Termine und Preise für andere Gruppengrößen auf Anfrage.
Mehr Informationen mit vielen Fotos auf 
www.georgien-erleben.de

Flugbuchungen
Da in den letzten Jahren immer mehr Reisende ihre Flüge preiswerter und individuell über Internet buchen, bieten wir diese Reise ohne Flug an. Wir sind Ihnen aber gerne bei der Suche nach einem preiswerten und geeigneten Flug nach Ihren individuellen Wünschen behilflich.

Bedingt durch die individuellen An- und Abflugszeiten können sich am ersten und letzen Tag Programmänderungen ergeben. Änderungen aufgrund von höherer Gewalt vorbehalten.

Veranstalter ist unsere Schwesterfirma-Firma ERKA TRAVEL CAUCASUS Ltd. in Tiflis.

Buchung per e-mail:
service@erkareisen.de