Geführt vom Rainer Kaufmann, deutscher Journalist und Reiseveranstalter in Georgien
Der deutsche TV-Journalist und Reiseveranstalter Rainer Kaufmann kam an Weihnachten 1989 – also noch zur Sowjetzeit – als Leiter eines Schüleraustauschs erstmals nach Georgien, fand sofort Freunde unter den Germanisten und beschloss, zusammen mit ihnen das Land für deutsche Touristen zu erschließen. Nach mehreren weiteren Besuchen führte er im Sommer 1993 die erste bundesdeutsche Reisegruppe nach dem Ende der Sowjetunion durch den Kaukasus. Seither verbringt er jeweils die Hälfte des Jahres in seiner neuen zweiten Heimat und hat mehrere tausend deutsche Touristen durch alle Regionen Georgiens geführt – mit Ausnahme Abchasiens. Er hat damals auch die erste deutsche TV-Dokumentation im unabhängigen Georgien (ZDF-Terra-X: „Gletschergold“) als Produktionsleiter ermöglicht, mehrere Bücher über Georgien publiziert, an vielen deutschen TV-Dokumentationen mitgewirkt und war mehr als zehn Jahre Herausgeber der deutsch-sprachigen Monatszeitung „Kaukasische Post – gegr. 1906“. Kaum ein deutscher Journalist hat die Zeit vom Untergang der Sowjet-Diktatur bis heute in Georgien so intensiv erlebt wie er und kann vor allem über diese auch für die Zukunft des Landes entscheidenden Jahre aus eigener Anschauung und eigenem Erleben erzählen. Nahezu alle politischen Akteure dieser Zeit hat er persönlich gekannt, sie interviewt oder immer wieder über sie berichtet. Das gilt natürlich auch für viele Diplomaten und Geschäftsleute aus aller Welt. Aus seinem persönlichen Archiv kann er daher immer wieder mit Artikeln und Interviews diese Zeit intensiv darstellen. Überdies wird er aus seinem Schatz von mehreren zehntausend Fotos immer wieder einen kurzen optischen Rundgang durch Land und Leute einstreuen oder den einen oder anderen Film dieser Jahre zeigen. Mehr authentische Information bei einer touristischen Rundreise geht eigentlich nicht.
In Tbilissi haben er und seine Frau vor 25 Jahren schon eine eigene Incoming-Agentur („ERKA-Travel Ltd.“) gegründet und in ein kleines Hotel samt Restaurant und Biergarten (Hotel „Kartli“ und „Rainers Cafe“) investiert. Eine der ersten deutschen mittelständischen Investitionen im neuen Georgien, aus deren Belegschaft mittlerweile weitere eigenständige Firmen entwachsen sind, mit denen man besten und freundschaftlich-kollegialen Wettbewerb pflegt. Die eigenen Firmen werden mittlerweile von georgischen Managerinnen und Teilhaberinnen geführt, die sie in Kürze übernehmen und in eine erfolgreiche Zukunft weiterführen wollen. Damit wurde auch ein zwar bescheidener, aber dennoch beachtenswerter privater Beitrag zur Berufsausbildung im gewerblichen Mittelstand in Georgien geleistet.
Rainer und Gabi Kaufmann werden sich in den nächsten Jahren aus dem aktiven Geschäft zurückziehen, ihren Nachfolgerinnen aber, sofern gewünscht, immer mit freundschaftlichem Rat und Tat zur Seite stehen. Und Rainer Kaufmann wird, solange es Alter und Gesundheit zulassen, immer wieder seine jetzt 35-jährige Erfahrung in und mit Georgien als Reiseleiter und Gesprächspartner anbieten.